Ansprechpartner

Dr. med. Josef van Helden
02161 / 81 94 -408
jvhelden(at)labor-stein.de

Maria Elisabeth Krömer
02161/ 81 94 -406
mkroemer(at)labor-stein.de

Dipl. Biol. Claudia Wilderer
02161 / 81 94 -121
cwilderer(at)labor-stein.de

Anforderungsschein BAL

BAL_2017.pdf

Diagnostische Broncho-Alveoläre Lavage (BAL)

Mit dem im Januar 2017 erfolgten Umzug unserer "Betriebsstätte Labor Aprath" nach Mönchengladbach können wir nun auch am Standort den speziellen Leistungsschwerpunkt Diagnostische Broncho-Alveoläre Lavage (BAL) anbieten.

Die diagnostische BAL ist eine sichere und komplikationsarme Technik zur Probenentnahme von der Oberfläche des Respirationstraktes. Sie wird zur Beurteilung der entzündlichen Aktivität bekannter Erkrankungen des Lungengerüsts und zur Diagnostik von Lungenerkrankungen eingesetzt:

 

  • Sarkoidose
  • Alveolitiden als Folge von allergischen Auslösern (EAA)
  • Lungenfibrosen
  • BOOP
  • Medikamenten-induzierten Veränderungen

Sie ist neben der Bestimmung der Blutparameter wie ACE und Lysozym in der Diagnostik etabliert. Bei der BAL werden in entsprechenden pneumologischen Einrichtungen unter lokalanästhetischen Maßnahmen, etwa 100ml Spülflüssigkeit (NaCl) in bestimmte Areale der Lunge instilliert und wieder aspiriert, wobei die "recovery"-Rate bei ca. 60 - 70% der eingesetzten Spülmenge liegen sollte (mindestens 20ml!).

Der Test erfordert eine schnellstmögliche Bearbeitung (möglichst innerhalb von 24h nach Abnahme!), da die Lagerung von BAL-Material nur begrenzt möglich ist und sich das Alter der Probe wesentlich auf das Ergebnis der Untersuchung auswirkt, insbesondere bei langen Transportwegen und extremen Umgebungstemperaturen. Ist ein zeitnaher Transport in das Labor möglich, können die Proben - von einer unmittelbaren Gaze-Filtration nach der Lavagierung abgesehen - unbearbeitet (nativ) zugesandt werden. Diese Filtration ist insofern wichtig, da sich die Zellen sonst an festere und schleimige Strukturen anlagern und für die Differenzierung nur schwer wieder zu gewinnen sind. Kann nicht gewährleistet werden, dass die Probe innerhalb von 24h im Labor ist, besteht in Ausnahmefällen die Möglichkeit eine spezielle Aufbereitung der BAL durchzuführen (Abzentrifugation der Zellen und Aufnahme in RPMI bzw. Formalin-Lösung, genaue Anleitung auf Anfrage erhältlich).
Per Post eingesandte Proben sollten möglichst per Express versendet werden und am Folgetag bis 12:00 Uhr in unserem Labor sein!
Nur so kann die Validität der Resultate gewährleistet werden. Es ist uns leider nicht möglich, diesen Test in der Zeit von Samstag bis Sonntag (inkl. feiertags) durchzuführen, daher sollte die BAL nicht an einem Freitag oder vor einem Feiertag durchgeführt werden. Alle Materialien, die bis 15:00 Uhr im Labor eingehen, werden i.d.R. am selben Tag angesetzt und beurteilt.

Bei der zytologischen Auswertung wird die Zelldichte der jeweiligen Anteile an Alveolarmakrophagen, neutrophilen und eosinophilen Granulozyten, sowie von Lymphozyten beurteilt. Um den Stellenwert der BAL in der Diagnostik verschiedener pulmonaler Erkrankungen (Sarkoidose, EAA, BOOP, u.a.) zu erhöhen, ermitteln wir immunzytologisch per Durchflusszytometrie neben den T-Helfer- und den T-Supressor-Zellen sowie ihrer entsprechenden Ratio, des Weiteren auch den Gesamtanteil der T-Lymphozyten und den Anteil an NK-Zellen. Die durchflusszytometrische Analyse von Zellen aus dem Respirationstrakt, kann in Verbindung mit Anamnese, Klinik, Röntgenbefunden und Histologie wertvolle Hinweise für die Diagnose von Atemwegs- und Lungenerkrankungen liefern. Hilfreich können z. B. auch die morphologische Beurteilung von Makrophagen, eine Fettinkorporation, Eisennachweis (Hämosiderose), der Nachweis von Asbestkörperchen oder auch die Bestimmung des Anteils von CD1a positiven Zellen (Hinweis auf Histiozytose X) sein.

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