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Biotin - Interferenzen bei Laborparametern

Normalerweise beträgt die ausreichende Biotinaufnahme 0,03 mg/Tag, sodass ein diätetischer Biotinmangel unter der Maßgabe der ausreichenden Kalorienzufuhr selten ist.

Ein Grund ist die zunehmend gesteigerte Vermarktung des Biotins als "Schönheitspille" für das Haar-, Haut- und Nagelwachstum. Diese rezeptfreien Biotinabpackungen enthalten allesamt für gewöhnlich „supraphysiologische Megadosierungen“ bis zu 10 mg und höher. Erst eine Erhöhung der Serumbiotinkonzentration ab 10.000 bis 40.000 ng/l - je nach eingesetzter Testmethode - kann zu einer potentiellen Interferenz mit Laborparametern führen.

Das entspricht einer Erhöhung der physiologischen Konzentration um deutlich mehr als das 100- bis 400-fache. Dosierungen bis 10 mg sollten in der Regel bei Nierengesunden nicht zu diesen Serum-konzentrationen führen. Beispielsweise beträgt die Serumbiotinkonzentration nach oraler Einnahme von 10 mg innerhalb von 2 Stunden ca. 55.000 ng/l, um nach ca. 4 - 8 Stunden wieder unter 20.000 bis 30.000 ng/l abzufallen.*
*Bei Annahme normaler Nierenfunktion

Wir empfehlen deshalb bei bekanntem Konsum von Biotinpräparaten eine Blutentnahme VOR der nächsten Einnahme, jedoch mit einem Mindestabstand von 24 Stunden zur LETZTEN Biotineinnahme, um diese störende Konzentration zu vermeiden.

In folgender Tabelle haben wir ausgewählte Laborparameter für die von uns verwendeten Tests, die bei supraphysiologischen Biotinkonzentrationen potenziell gestört werden können, aufgeführt.