Inhibin B und AMH/MIS

Neue Marker für die männliche Infertilität und Azoospermie

Infertilität betrifft etwa 10 % der Bevölkerung im reproduktiven Alter. Etwa 40 % der Fälle sind bedingt durch männliche Faktoren. Inhibin B ist ein direkter Marker der Sertoli-Zell-Funktion und der Spermatogenese beim erwachsenen Mann.

 

Klinische Bedeutung:

Ein sehr niedriger Inhibin B Spiegel spricht für eine inadäquate Spermienproduktion. Der Inhibin B Spiegel hilft bei der Erkennung von nonobstruktiven Azoospermie Patienten. Bei entsprechend niedrigem Inhibin B kann von einer chirurgischen Intervention abgesehen werden. Inhibin B hilft, zwischen Patient mit normaler und gestörter testikulären Funktion zu unterscheiden. Eine kombinierte Messung von Inhibin B und FSH ist ein guter Indikator für die Unterscheidung zwischen adäquater und unzureichender Spermatogenese. Inhibin B kann als Ersatz für einen HCG-Stimulationstest, zur Beurteilung der testikulären Funktion bei präpubertären Jungen eingesetzt werden.

Das Anti-Müller-Hormon (AMH/MIS) bewirkt in der Embryogenese die Rückbildung der Müller´schen Gänge und die Entwicklung des männlichen Phänotyps. Nach der Pubertät fallen die Werte langsam ab. Sein Einsatz ist vor allem die Diagnose der vorzeitigen, aber auch der verspäteten Pubertät, die Differentialdiagnose von intersexuellen Störungen, die Diagnose von Kryptochismus und Anorchie sowie die männliche gonadale Dysfunktion auch im späten Alter.

Diagnostik:

Inhibin B bzw. AMH im Serum

Indikation:

Inhibin B

Männliche Infertilität

Differentialdiagnose der Azoospermie

Testikuläre Dysfunktion bei Jugendlichen

AMH/MIS

Kryptorchismus

Diagnostik von intersexuellen Störungen

Gonadale Dysfunktion

Material:

Serum