Haarprobenentnahme Drogenscreening

Nach §§13,14 der Fahrerlaubnisverordnung kann zur Klärung bei Eignungszweifeln wegen Alkohol-/Drogenmissbrauch von den Fahrerlaubnisbehörden ein ärztliches oder medizinisch-psychologisches Gutachten (MPU) angeordnet werden. Der Abstinenznachweis kann je nach Vorgeschichte mehrere Drogentests in einem Zeitraum von 6 bis 12 Monaten im Urin und in bestimmten Fällen im Haar umfassen. Die Haaranalyse ist als alleiniger Abstinenznachweis nicht ausreichend, da ein einmaliger Drogenkonsum nicht zu einer nachweisbaren Einlagerung in die Haare führen muss. Zu dem ist auch zu berücksichtigen, dass das Ergebnis einer Haaranalyse keine Aussage über den aktuellen Zeitpunkt zulässt. Zum Zeitpunkt der Einlagerung der Substanzen, befindet sich das Haar noch einige mm in der Kopfhaut. Aus diesem Grunde ist es sinnvoll, die Analyse der Haare mit einer Urinuntersuchung zu kombinieren. Mit der Haaranalyse ist eine Drogenabstinenz nur bedingt beweisbar (s.o.), wohl aber ein zurückliegender regelmäßiger Konsum. Durch das annähernd gleichmäßige Wachstum der Haare (ca. 1 cm/Monat) ist eine zeitliche Zuordnung des Konsums möglich.