Bearbeitung Genetische Aufträge

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

zum 01.01.2010 ist das Gendiagnostikgesetz in Kraft getreten, welches bestimmte Voraussetzungen an das Durchführen fast aller humangenetischen Tests knüpft. Die Modalitäten sind nun, nach diesen 7 Jahren, allen Ärzten gut bekannt. Um den Laborablauf zu vereinfachen, haben wir uns entschieden, genetische Aufträge nur dann zu verarbeiten, wenn die Voraussetzungen bei Probeneingang alle erfüllt sind.
Zur Übersicht führen wir diese unten nochmals kurz auf. Wenn nicht alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Untersuchungsauftrag abgebrochen. Die Blutprobe wird dann 4 Wochen aufbewahrt, aus diesem Grund bitte für genetische Untersuchungen immer eine separate Blutprobe einschicken.

Rückfragen dazu werden gerne unter 02161/8194-145 beantwortet.

Wir bitten um Ihr Verständnis.
Das Praxisteam

 

Voraussetzungen für das Durchführen humangenetischer Tests nach dem Gendiagnostikgesetz:

  • Es muss eine Aufklärung des Patienten durch den verantwortlichen Arzt stattfinden.
  • Diese muss dokumentiert werden (Einverständnisformular); der Patient muss der Untersuchung schriftlich zustimmen.
  • Der Arzt muss zu seiner rechtlichen Absicherung das Formular aufbewahren und dem durchführenden Labor eine Kopie zukommen lassen.


  • Die Einverständniserklärung muss mindestens enthalten:
  1. Name, Vorname, Geburtsdatum des Patienten
  2. Genauer Auftrag (gegebenenfalls welches Gen untersucht werden soll; „Thrombophilie“ oder „Gentest“ reicht dabei nicht aus).
  3. Jede durchzuführende, genetische Untersuchung muss dabei aufgelistet sein.
  4. Unterschrift des Patienten bzw. des gesetzlichen Vertreters
  5. Name des verantwortlichen Arztes in Druckbuchstaben (kein Stempel)

Entsprechende Formulare stehen zur Verfügung.
Komplett ausgefüllte Einverständnisformulare können gerne auch per Fax nachgereicht werden unter 02161/8194-477 (Abteilung Erfassung).
Ein korrekt ausgefülltes Formular finden Sie als Beispiel anbei.