IGEL-Profile
Vorsorge
Bei familiärer Belastung kann vor Situationen, die mit einem erhöhten Thromboserisiko verbunden sind, heute durch ein Profil laborchemischer und genetischer Untersuchungen das Thromboserisiko individuell beurteilt werden. Typische Gegebenheiten, die mit einem erhöhten Thromboserisiko einhergehen, sind postoperative Immobilisation, Langstreckenflüge und Busfahrten, aber auch Rauchen, Übergewicht oder die Einnahme von Kontrazeptiva.
Sofern eine abgestufte Diagnostik gewünscht wird, empfehlen sich zunächst die gerinnungsphysiologischen Aktivitätsuntersuchungen (Profil 21850) und im zweiten Schritt die genetische Abklärung (Profil 21860).
21850 Thrombose/Embolie I (Aktivitätsuntersuchung)
Material: 2x Citratblut bzw. Citratplasma
Protein C-Aktivität 3951, Protein S-Aktivität 3953, Antithrombin III-Aktivität 3930, Gerinnungsfaktoe XII 3940, APC-Ratio (APC-Resistenz - Phänotypisierung) 3951, Homocystein 4202
21860 Thrombose/Embolie II (Genetische Untersuchungen)
Material: EDTA-Blut oder Citratblut
Faktor V-Leiden Mutation 3x 3922, 3x 3926, Prothrombin-Mutation 3920, MTHFR-Mutation (Hyperhomocysteinämie)
Schätzungsweise 5 Millionen Menschen leiden in der Bundesrepublik an der primären Osteoporose (d. h. der nicht durch andere Grunderkrankungen wie Hyperkortizismus, Hyperthyreose oder Niereninsuffizienz ausgelösten Form). Etwa jede vierte Frau nach der Menopause ist betroffen.
Die Osteoporose hat mit ihren Folgeerscheinungen nicht nur für den Einzelnen erhebliche Bedeutung (Lebensqualität, Pflegebedürftigkeit, Lebenserwartung usw.), sondern sie führt auch zu einer enormen Kostenbelastung unseres Gesundheitssystems.
Mit den hier zusammengestellten laborchemischen Verfahren wird eine Osteoporosegefährdung in der Regel lange vor dem eigentlichen massiven Knochenabbau erkannt, also lange bevor z. B. die Knochendichtemessung aussagekräftige Befunde erbringt. Therapeutische Erfolge sind anfangs ebenfalls ausschließlich lavbordiagnostisch zu erfassen.
Das vorliegende Profil eignet sich besonders zum primären Screening auf erhöhten Knochenumsatz. Ist eine Behandlung notwendig, so kann nach ca. 6 Monaten durch Bestimmung des gleichen Panels der Erfolg dieser Therapie beurteilt werden. Im weiteren Verlauf ist dann die halbjährliche Bestimmung eines Knochenabbaumarkers (beta-Crosslaps) ausreichend.
21870 Akutes Osteoporose-Risiko
Material:Vollblut oder Serum
Calcium 3555, Phosphat 3580 H1, Ostase 4062, Vitamin D (25-OH-Vitamin D3) 4138, Beta-Crosslapps 4062
21875 Genetisches Osteoporose-Risiko
Material: EDTA-Blut oder Citratblut
VD3R- Polymorphismus 3920, 3922, 3924
Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems zählen in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Bei rechtzeitiger Erkennung einer möglichen Risikokostellation kann durch wenige gezielte Maßnahmen ein Fortschreiten der Atherosklerose verhindert und die Lebenserwartung und Lebensqualität des Betroffenen entscheidend verbessert werden.
das vorliegende Profil dient bei anamnestische bekannten Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Diabetes mellitus, beruflicher und privater Stress, positive Familienanamnese) zur individuellen Risikoabschätzung und liefert die entscheidenden Ansatzpunkte für eine gezielte Intervention.
21880 Atherosklerose-Risiko
Material: Serum und Citratblut
Gesamt-Cholesterin 3562 H1, HDL-Cholesterin 3563 H1, LDL-Cholesterin 3564 H1, Triglyceride 3565 H1, CRP (ultrasensitiv) 3741, Apolipoprotein A1 3725, Apolipoprotein B 3725, Lipoprotein (a) 3730, Fibrinogen 3933, Homocystein 4202
Das Prostatakarzinom zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. Aufgrund enormer Fortschritte in der operativen und konservativen Behandlung hat dieser tumor bei rechtzeitiger Diagnose heute eine sehr gute Prognose.
Durch die Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) - ggf. ergänzt durch die Messung des freien oder komplexierten PSA und Berechnung des Sog. PSA-Quotienten, kann ein vorliegendes Prostatakarzinom mit hoher Wahrscheinlichkeit erkannt und weiter abgeklärt werden.
PSA sollte bei Männern ab dem 45. Lebensjahr mindestens alle 2 Jahre als Vorsorgemaßnahme bestimmt werden.
21890 Prostata-Abklärung
Material: Vollblut oder Serum
PSA 3908 H3, Freies PSA und PSA-Quotient (Falls erforderlich) 3908 H3
Kolorektale Karzinome gehören zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Die in unserer Gesellschaft verbreitete ballaststoffarme und fettreiche Nahrung gilt heute neben genetischen Faktoren und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen als Hauptrisikofaktor für die Entwicklung eines malignen Dickdarmtumors. Eine frühzeitige Diagnosestellung (z. B. durch Screening auf okkultes Blut im Stuhl und gezielte weiterführende Diagnostik) entscheidet wesentlich über Prognose und zukünftige Lebensqualität des Betroffenen.
Der immunologische Nachweis von Hämoglobin und Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex im Stuhl ermöglicht es, Blutungsquellen im Darm mit hoher Empfindlichkeit aufzuspüren. Er sit den bekannten chemischen Nachweisverfahren für okkultes Blut (z. B. Haemocult®) weit überlegen.
Eine spezielle Diät vor Entnahme der Stuhlprobe ist nicht mehr erforderlich.
Die Untersuchung sollte ab dem 45. Lebensjahr mindestens alle 2 Jahre durchgeführt werden.
Hierbei ist ein Probenpaar von einem Stuhlgang ausreichend.
Pateintenbroschüren stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
21900 Darmkrebs-Vorsorge
Material: 2x Stuhl
Human-Hämoglobin im Stuhl 2x A3571, Human-Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex im Stuhl 2x A3571
Einige Risikofaktoren für die Entstehung des Harnblasenkarzinoms konnten in den letzten Jahren klar identifiziert werden. So sind Raucher, Arbeiter in der Textil- und Gummiindustrie, Chemiearbeiter und Fernfahrer besonders gefärdet. Die kombinierte Untersuchung von Serum und Urin ermöglicht ein sensitives Screening bei entsprechenden Risikopatienten, insbesondere wenn zusätzlich im Rahmen der hausärztlichen Untersuchung Blut im Urin nachgewiesen wurde.
Positivbefunde sollten dann z. B. durch invasive Untersuchungen (z. B. Zytoskopie) weiter abgeklärt werden.
21910 Harnblasenkarzinom
Material: Serum und Spontanurin *)
TPA 3911 H3, NMP-22 4069
*) Spezialgefäß erforderlich; bitte unter Tel.: 0 21 61 / 81 94 293 anfordern.
21920 Tumormarker Mann
Material: Vollblut oder Serum
CEA 3905 H3, hPLAP A3958, hCG 4024, AFP 3743, PSA 3908 H3, p53-Antikürper 3877
21930 Tumormarker Frau
Material: Vollblut oder Serum
CEA 3905 H3, HER-2 neu A4070, CA15-3 3901 H3, CA125 3900 H3, p53-Antikörper 3877
Infektionen des Ano-Genitalbereiches mit Papillomaviren gehören zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen und stellen ein erhebliches Risiko für die Bildung eines Zervixkarzinomes dar.
Durch die Untersuchung eines Zervixabstriches mittels PCR wird zunächst eine eventuell vorliegendeHPV-Infektion nachgewiesen. Im zweiten Schritt erfolgt dann eine Typisierung, d. h. es wird ermittelt, welcher der ca. 80 - 100 verschiedenen Papillomaviren vorliegt. Hierdurch kann eine individuelle Risikoabschätzung vorgenommen werden, da sich die Virustypen hinsichtlich ihrer Aggressivität und ihres Krebsrisikos unterscheiden.
Die Untersuchung auf Papillomaviren empfiehlt sich besonders zum Screening und bei unklaren zytologischen Befunden.
21940 Zervixkarzinom
Material: Abstrich
HPV-Nachweis ggf. einschließlich Typisierung (PCR) 4780, 4784, 4786
Das Risiko einen Typ I-Diabetes zu entwickeln lässt sich heute bei Kindern (insbesondere von Eltern mit Typ I-Diabetes) durch die Untersuchung auf drei Autoantikörper gegen Insulin und Pankreasgewebe gut vorherbestimmen: wenn im zweiten Lebensjahr bereits 2 oder 3 Antikörper positiv sind, so beträgt das Risiko bis zum zehnten Lebensjahr einen Typ I-Diabetes zu entwickeln nahezu 100 Prozent. Umgekehrt beträgt das Risiko nahezu 0 Prozent, wenn das Antikörper-Panel im Alter von 2 Jahren negativ ist.
Entsprechende Literatur stellen wir Ihnen Anfrage gerne zur Verfügung.
21950 Diabetes-Risiko im Kindesalter
Material: Vollblut oder Serum
Insulin-Antikörper (IAA) 3898, Tyrosinphophatase-Antikörper (IA2A) 3877, Glutamat-Decarboxylase-Antikörper (GADA) 4070
Störungen des Fettstoffwechsels gelten heute als eine Hauptursache für Arteriosklerose mit ihren Folgeerscheinungen; Herzinfarkt, arterielle Verschlusskrankheit und Schlaganfall.
Durch das folgende Untersuchungsprofil wird der Lipidstatus für die individuelle Risikobewertung optimal erfasst.
21960 Fettstoffwechsel-Screening
Material: Vollblut oder Serum
Gesamt-Cholesterin 3562 H1, HDL-Cholesterin 3563 H1, LDL-Cholesterin 3564 H1, Triglyceride 3565 H1, Apolipoprotein A1 3725, Apolipoprotein B 3725, Lipoprotein (a) 3730, Lipoprotein-Elektrophorese 3729
Die Häufigkeit des Bronchialkarzinoms steigt seit Jahren kontinuierlich an, wobei Zigarettenrauchen als der wichtigste Risikofaktor gilt.
Nur bei frühzeitiger Diagnose besteht für Betroffene eine Chance auf Heilung, wobei das folgende Untersuchungsprofil hier einen wesentlichen Beitrag leistet.
Zusätzlich empfehlenswert ist ein Screening auf Harnblasenkarzinom (die zweite eng mit Rauchen assoziierte Krebserkrankung) und als Ergänzung die Profile Herzinfarkt-Risiko und Antioxidantienstatus.
21970 Raucher-Check up (Karzinomrisiko)
Material: vollblut oder Serum
Cyfra 21-1 3906 H3, NSE 3907 H3, p53-Antikörper 3877
Beurteilung des individuellen Nierensteinrisikos; bestimmt werden die wichtigsten Lithogene im 24 h-Sammelurin.
21980 Nierenstein-Risiko
Material: 24 h-Sammelurin (ohne Zusätze)
Calcium im Urin 3555, Phosphat im Urin 3580 H1, Magnesium im Urin 3621, Zitrat im Urin 3776, Oxalat im Urin 3776, Harnsäure im Urin 3583
Änderungen der Ziffern aufgrund von Methodenumstellung vorbehalten.
