Down-Syndrom
Zum vorgeburtlichen Erkennen des Down-Syndroms
Der Triple- und der Double-Test
Frühzeitiges Erkennen des Down-Syndroms in der Schwangerschaft - ohne das Risiko einer Fehlgeburt. Neue Nachweisverfahren ermöglichen es heute, durch eine einfache Blutentnahme das Risiko für ein Kind mit Down-Syndrom zu ermitteln. Das kann bereits so früh geschehen, dass die Belastungen für die werdende Mutter sehr gering gehalten werden.
Das Risiko für eine Schwangere, ein Kind mit Down-Syndrom (frühere Bezeichnung: Mongolismus) zu bekommen, steigt mit dem Alter der Schwangeren an. So beträgt es im Alter von 20 Jahren nur 0,06% (1:1666), im Alter von 40 Jahren aber bereits 0,92% (1:109). Um schon vorgeburtlich dieses Krankheitsbild erkennen zu können, wird seit langem die Fruchtwasseranalyse angeboten. Dieses Verfahren ist aber mit dem Risiko der Auslösung einer Fehlgeburt vergesellschaftet - bei etwa jeder 200sten Punktion kommt es zur Fehlgeburt. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren alternative Verfahren entwickelt, bei denen lediglich der Schwangeren Blut abgenommen werden muss und bei denen daher praktisch kein Risiko für eine Fehlgeburt besteht: Der Triple-und der Double-Test.
Triple-Test
Beim Triple-Test werden drei Blutwerte (AFP, ßHCG und fE2) gemessen, es werden das Alter der Mutter und des ungeborenen Kindes berücksichtigt und ein Computerprogramm berechnet daraus das individuelle Risiko für ein Kind mit Down-Syndrom. Der gemessene AFP-Wert zeigt darüber hinaus, ob ein Neuralrohrdefekt ("offener Rücken") des Kindes vorliegt. Der Triple-Test kann in der 15.-16. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden.
Double-Test
Bei dem neueren Double-Test werden zwei Blutwerte (PAPP-A und ßHCG) gemessen und es kann zusätzlich ein Messwert aus der Ultraschalluntersuchung berücksichtigt werden. Die Dicke der Nackenfalte des ungeborenen Kindes. Auch hier ist das Ergebnis eine Risikoziffer. Der Double-Test kann bereits in der 11.-13. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Bei Einschluss der Dicke der Nackenfalte in die Berechnung gibt er eine Sicherheit von über 90% beim Erkennen des Down-Syndroms. Die Zuverlässigkeit des Tests hängt vor allem von der Genauigkeit bei der Messung der Nackenfalte ab.
Beide Verfahren bestimmen also nicht direkt, ob das Kind an Down-Syndrom leiden wird, sondern sie berechnen das Risiko für eine Erkrankung. Bei erhöhten Risikoziffern sollten daher immer eine Fruchtwasserpunktion sowie möglichst genaue Ultraschalluntersuchungen eingeleitet werden.
Die Kosten des Triple - und des Double-Tests werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, sie müssen selbst getragen werden.
Bei Interesse fragen Sie Ihre Frauenärztin bzw. Ihren Frauenarzt. Weitere Informationen erhalten Sie auch gerne in unserem medizinischen Labor bei Herrn Dr. med. Josef van Helden unter der Rufnummer 0 21 61 / 81 94 408.
