Humane Papillomaviren (HPV)

 

Humane Papillomaviren (HPV) werden sexuell übertragen.

 

Seit einigen Jahren ist bekannt, dass bestimmte Typen dieser Viren Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Fast 30 % aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens infiziert. Die Infektion löst häufig keine Beschwerden aus. Nach Abheilung einer Infektion ist man gegen diesen bestimmten Typ immun. Die Ansteckung mit einem anderen HPV-Typ ist aber weiterhin möglich.

 

Die gesetzliche Krebs-Vorsorge beinhaltet die Untersuchung eines Zellabstrichs des Gebärmutterhalses auf erkennbare Zellveränderungen (PAP-Test).

 

Diese Methode kann jedoch keine 100 %ige Sicherheit gewährleisten!

HPV-Nachweis

 

Durch die moderne molekularbiologische Analytik sind zur Zeit über 130 verschiedene humane Papillomaviren (HPV) identifiziert worden.

 

Eine Infektion mit HPV führt aber nicht notwendigerweise zu Krebs. Bei 80 % der HPV-Infizierten ist nach 12 Monaten HPV nicht mehr nachweisbar. Nur bei 20 % besteht eine HPV-Infektion weiterhin fort, man spricht von einer Viruspersistenz.

Die Papillomaviren werden, für ihre Fähigkeit Krebs auszulösen, in sogenannte Risikoklassen eingeteilt:

 

Hoch-Risiko-HPV-Typen (high risk) mit einem hohen Risiko für die Entwicklung von Krebs.

 

Niedrig-Risiko-Typen (low risk), bei denen kein Zusammenhang mit einer Krebsentstehung besteht.

 

Nur der HPV-Nachweis mittels der PCR (Polymerase Kettenreaktion) ermöglicht alle bekannten HPV-Typen nachzuweisen.

Die anschließende molekularbiologische Typisierung erlaubt eine eindeutige Erfassung des HPV-Typs.

 

Die genaue Bestimmung des HPV-Typen ist Voraussetzung, um zu beurteilen ob eine HPV-Infektion persistiert, also mit dem gleichen Typen länger andauert oder ob es sich um eine neue Infektion handelt.

 

Nur eine nachgewiesene und andauernde Infektion mit einem Papillomavirus des Hoch-Risiko-Typen birgt eine Gefahr für die Entstehung eines Karzinoms.

 

Der moderne HPV-Nachweis mit Hilfe der PCR ist die Methode der Wahl.

Bei Interesse fragen Sie Ihre behandelnde Ärztin, bzw. Ihren behandelnden Arzt.

Weitere Informationen erhalten Sie auch in Unserem Medizinischen Labor von Herrn Dr. rer. nat. Lothar Kruska unter der Rufnummer 0 21 61 / 81 94 412.