Brustkrebsrisiko

 

Gezielte Brustkrebsvorsorge durch einen Labortest

 

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor der Frau in Europa. Allein in Deutschland sind jährlich 46.000 Patientinnen ab dem 35. Lebensjahr betroffen. Im gegensatz dazu ist das Risiko für asiatische Frauen, an Brustkrebs zu erkranken, etwa 5fach geringer. Ursache dafür sind in erster Linie die unterschiedlichen Lebens- und Ernährungsgewohnheiten.

Wie entsteht Brustkrebs?

 

Nur 5 % der Krankheitsfälle sind familiär bedingt durch Mutationen im BCRA1,- oder BCRA2-Gen. Häufiger kommen Ursachen wie langfristige Einnahme synthetischer weiblicher Sexualhormone (Estrogene), lange Lebenszeitzyklen (frühe Adrenarche, späte Menopause), estrogenwirksame Umweltgifte, fettreiche, vitamin- und ballaststoffarme Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum und oxidativer Stress vor.

 

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen spielen Produkte des Estrogenstoffwechsels bei der Entstehung des Brustkrebs eine entscheidende Rolle.

 

Vor allem die 16-OH-Estrogene stellen einen Risikofaktor dar. 16-OH-Estron bindet kovalent an den Estrogenrezeptor und führt zu einer Dauerstimulation des Wachstums von estrogenrezeptorpositiven Geweben. Im Tierversuch konnten auf diese Weise Tumore induziert werden.

 

Die 2-OH-Estrogene fungieren als Gegenspieler der 16-OH-Estrogene, da sie den Rezeptor blockieren, ohne dass es zu einer Stimulation kommt. Durch Ermittlung des Verhältnisses zwischen den "guten" 2-OH- und den "schlechten" 16-OH-Estrogenen lässt sich die Veranlagung einer Frau, an Brustkrebs zu erkranken, feststellen. Je höher der Anteil der 16-OH-Estrogene ist, desto höher ist das Brustkrebsrisiko.

 

Es hat sich weiterhin gezeigt, dass sich das Verhältnis der beiden Estrogentypen durch Änderung des Lebensstils, durch diätische Maßnahmen und vor allem durch Umstellung eines oralen Estrogen-Replacements auf eine transdermale Applikation günstig beeinflussen lässt.

Wie lässt sich das Brustkrebsrisiko rechtzeitig erkennen?

 

Neben den Früherkennungsmaßnahmen, wie Tastbefund der Brust, gynäkologische Untersuchung und Mammografie steht jetzt ein Labortest zur Verfügung, mit dem man das Verhältnis von 16-OH- zu 2-OH-Estrogenen ermitteln kann. Als Untersuchungsmaterial wird Morgenurin benötigt. Normale Estrogenmetabolitindices liegen zwischen 0,5 und 10 bei prä- und postmenopausalen Frauen. Erhöhte Werte zeigen ein erhöhtes Brustkrebsrisiko an.

Was kann man tun?

 

Sollte ein erhöhtes Risiko vorliegen, kann dies durch eine fettarme und ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und gemüse (bis zu 5x täglich) reduziert werden. Vor allem wirksam sind Kohlgemüse und Sojaprodukte. Weiterhin sollte der Alkoholkonsum eingeschränkt und das Körpergewicht normalisiert werden. Wichtig ist ebenfalls ausreichende Bewegung. Erhöhter oxidativer Stress sollte behandelt werden.

Bei Interesse fragen Sie Ihre behandelnde Ärztin, bzw. Ihren behandelnden Arzt.

Weitere Informationen erhalten Sie auch in Unserem Medizinischen Labor von Herrn Dr. med. Josef van Helden unter der Rufnummer 0 21 61 / 81 94 408.