Erkrankungen der oberen Atemwege

 

Ursachen und Bedeutung

 

Die gesundheitsökonomischen

Fakten:

 

Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten Ursachen für einen Arztbesuch.

Jeder dritte Patient in den Hausarztpraxen weist mindestens ein Symptom dieses Krankheitsbildes auf: Schnupfen, juckende Augen, Kopfdruck, Kopfschmerzen und/oder Müdigkeit.

 

Die Erkrankung der oberen Atemwege ist keinesfalls trivial. Frühzeitige sorgfältige Diagnose und therapie sind Voraussetzung für gutes Patientenmanagement.

 

Eine falsche Diagnose und eine daraus abgeleitete falsche Therapie, kann zum einen zur Entwicklung ernster Symptome wie z. B. Asthma führen, zum anderen entstehen Kosten für das Gesundheitssystem durch u.a. inadäquate Verschreibungen und wiederholte Arztbesuche. Gesundheitsökonomische Studien aus den USA ergaben folgendes:

 

          • Rhinitis, Sinusitis und allergische Rhinitis führen zu mehr als 40 Millionen Arztbesuchen pro Jahr.
          • 6 Millionen der Rhinitis-Patienten sind Kinder.
          • 22 % dieser Kinder weisen eine Zweiterkrankung der oberen Atemwege auf, die zu mehr als 2 Millionen Fehltagen in der Schule führen.
          • die kalkulierten Kosten für die Behandlung von Symptomen der allergischen Rhinitis betragen 10 Milliarden US $.
          • Allergische Rhinitis hat 3,4 Millionen fehltage zur Folge.

Für Europa sind vergleichbare Daten anzunehmen.

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Klinische Bedeutung:

 

Häufig werden Symptome in Verbindung mit Rhinitis, Sinusitis und allergischer Rhinitis nicht ernst genommen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um ernsthafte Erkrankungen. Umfragen zur Lebensqualität von Patienten mit chronischer Rhinitis haben ergeben, dass sie ihre Lebensqualität geringer einstufen als Asthmapatienten.

 

Vergleich der Lebensqualität von Asthma-Patienten bzw. Patienten mit chronischer Rhinitis

 

Soziale Belastbarkeit:

Asthma (n=252) 84

Chronische Rhinitis (n=111) 73

 

Physische Belastbarkeit:

Asthma (n=252) 80

Chronische Rhinitis (n=111) 89

 

Emotionale Limitationen:

Asthma (n=252) 70

Chronische Rhinitis (n=111) 64

 

Physische Limitationen:

Asthma (n=252) 66

Chronische Rhinitis (n=111) 61

 

Müdigkeit:

Asthma (n=252) 59

Chronische Rhinitis (n=111) 55

 

Schmerz:

Asthma: (n=252) 74

Chronische Rhinitis (n=111) 77

 

Änderung des Gesundheitszustandes (innerh. eines Jahres)

Asthma: (n=252) 55

Chronische Rhinitis (n=111) 50

 

(Quality-of-Life Score 1-100: Kursiv und fett gedruckte Werte stehen für eine größere Beeinträchtigung der Lebensqualität. Höhere Werte stehen für eine bessere Lebensqualität bezogen auf den Gesundheitszustand.)

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Ursachen:

 

Die Verursacher der Symptome der Erkrankung der oberen Atemwege sind vielfältig. Von Aspirin-Intoleranz bis Schwangerschaft. Die genaue Etiologie der Symptome exakt zu diagnostizieren, ist deshalb schwierig. Die Ursache kann u.a. allergisch, bakteriell oder viral bedingt sein. Um diese zu identifizieren, sind Anamnese und körperliche Untersuchung die Basis. Da nasale Symptome durch eine Reihe von Erkrankungen ausgelöst werden, ist eine gute Diagnostik entscheidend.

          • Infektionen: Erkältung, Sinusitis
          • Allergische Rhinitis (Heuschnupfen): Saisonla (Ursache meist Pollen), ganzjährig (verursacht i. d. R. durch Hausstaubmilben, Tierschuppen, Schimmelpilze usw.), Nahrungsmittel
          • Nichtallergische Rhinitis: Vasomotorische Rhinitis (Sekundäre nasale Irritation durch Umwelteinflüsse), Acetylsalicylsäure (ASS) -Intoleranz (Sinusitis, Asthma, Polypen verursacht durch ASS oder -Derivate), Nichtallergische Rhinitis und Eosinophilie (NARES)
          • Medikamenteninduzierte Rhinitis: Missbrauch von Nasentropfen, Betablocker, Antikonzeptiva, Antihypertensiva
          • Sekundäre Rhinitis bei: Schwangerschaft, Hyperthyreose, Horner-Syndrom, Morbus Wegener
          • Anomalien: Polypen, Septumdeviation, Adenoide und Tonsillen
          • Atropische Rhinitis
          • Rhinoliquorrhoe
          • Tumor

 

Material:

 

Serum

 

Anforderung:

 

SX1 (Screening auf Inhalationsallergene)

fx5 (Screening auf Nahrungsmittelallergene)

Gesamt-IgE

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