Sexuell übertragbare Chlamydien-Infektionen

 

Bedeutung

 

Die Infektion mit Chlamydia trachomatis ist in den industrialisierten Ländern die häufigste sexuell übertragbare Erkrankung. Symptomatische Infektionen sind eher selten und verursachen beim Mann eine Urethritis und bei der Frau ebenso häufig eine Urethritis, wie Zervicitis und Endometritis. Asymptomatische Infektionen sind bei Männern und Frauen gleich häufig. Es kann in der Folge zu einer aufsteigenden Chlamydieninfektion kommen, die wenig charakteristisch mit wechselnden Unterbauchbeschwerden einhergeht. Am ehesten weisen Ausfluss und Zwischenblutungen auf die Infektion hin.

Häufigkeit

 

Im Durchschnitt sind 3 bis 4 % der Bevölkerung im geschlechtsreifen Alter mit Chlamydia trachomatis infiziert. Junge Erwachsene sind am häufigsten betroffen. Sie sind empfänglicher für die Infektion, die bei jungen Frauen eine Prävalenz von 7 % erreicht. Schätzungen zufolge soll es in Deutschland zu einer Zahl von ca. 100.000 Neuerkrankungen jährlich kommen.

Folge

 

Die rechtzeitige Erkennung einer frischen Chlamydieninfektion ist eher Zufall, als die Regel. Eine Behandlung beschränkt sich somit weitgehend auf die seltene symptomatische oder auf die zufällig entdeckte Infektion. Die meisten frischen Infektionen bleiben unbehandelt und die Rate der Komplikationen durch aufsteigende Infektion und Vernarbung ist sehr hoch. Das Risiko der Komplikationen, d. h. Extrauteringravidität und Sterilität, steigt mit der Häufgkeit rezidivierender Chlamydien-Infektionen.

Wer gehört zur Risikogruppe?

 

Junge Frauen (unter 25 Jahre), wechselnde Sexualpartner, sowie der Gebrauch von Kontrazeptiva.

Diagnostik

 

Abstriche und Erststrahlurin. Der Erreger-Nachweis gelingt bei Männern häufiger als bei Frauen. Aus diesem Grund sollte der Test bei beiden Partnern durchgeführt werden. Wenn einer der Partner infiziert ist, müssen grundsätzlich beide behandelt werden.

Bei Interesse fragen Sie Ihre behandelnde Frauenärztin, bzw. Ihren behandelnden Frauenarzt.

Weitere Informationen erhalten Sie auch in unserem Medizinischen Labor von Herrn Dr. med. Benno Beckers unter der Rufnummer 0 21 61 / 81 94 404.