(Kollagenosen, Vaskulitiden, rheumatischer Formenkreis)
Primäre Labordiagnostik
ANA (Anti Nucleäre Antikörper) [IFT], ANCA/ACPA (Anti Neutrophile Cytoplasmatische Antikörper) [IFT], ENA (Extrahierbare Nucleäre Antigene) [Blot,Elisa]
Differenzierung, siehe TABELLE AUTO-ANTIKÖRPER.
Spezifische Laborparameter sind neben den klinischen Untersuchungen (Anamnese, Radiologie etc.) unverzichtbarer Bestandteil der Diagnostik.
Blutbild, BSG, Serumeiweiss-Elektrophorese, Akutphase Proteine (CRP etc.) geben Hinweise auf entzündliche Prozesse, eignen sich jedoch nicht zur weiteren Differenzierung.
Je nach Fragestellung werden Screenteste wie ANA, ACPA, ENA eingesetzt, bei positiven Testresultat erfolgt die weitere Differenzierung: DNS-Antikörper, ENA-Subspezifitäten, etc.
In einigen Fällen ist der Einsatz mehrerer Testmethoden von Nöten, um eine zuverlässige Aussage zu erhalten z.B. DNS-Antikörper (CLIFT,BLOT,ELISA,RIA).
Manchmal werden spezifische Autoimmun-Antikörper durch die Screentests (insbesondere ANA) nicht erfasst, entweder weil das fragliche Antigen nicht oder nur unzureichend auf den eingesetzten Testzellen exprimiert wird oder die Antikörperkonzentration zu gering ist, dann kommen spezifischere Nachweisverfahren je nach Verdachtsdiagnose zur Anwendung u.a. ENA-Tests in Form von Elisa oder Blot-Verfahren, bzw. Nachweis einzelner Antigene mittels spezifischer Testmethoden.
Der umgekehrte Fall ist wohl häufiger, nämlich ANA-Screentest „reaktiv“, die weitere Differenzierung erfolglos, bei unauffälliger Symptomatik sollte weiter beobachtet werden, die Antikörper können Vorboten einer Autoimmunerkrankung sein. Im Falle symptomatischer Patienten bleibt nur die weitere Suche, bzw. die klinische Diagnostik ohne spezifische serologische Bestätigung.


(Schilddrüse, Leber, Pankreas, etc.)
Labordiagnostik
AMA (Anti Mitochondriale Antikörper) [IFT,Blot], LKM (Leber-Niere-Mikrosomen Anitkörper) [IFT,BLot], ICA (Inselzell Antikörper) [IFT], PCA (Parietalzell Antikörper) [IFT], etc.
Differenzierung, siehe TABELLE AUTO-ANTIKÖRPER.
Organbezogene Autoimmunerkrankungen werden durch Antikörper gegen einen
oder mehrere Bestandteil/e eines Organs ausgelöst, die dessen Funktion gar nicht bis völlig einschränken.
Da mehrere Antikörper gegen verschiedene Organe gleichzeitig vorkommen können (z.B. Autoimmun-Polyendokrinopathie), ist die gezielte Austestung auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen häufig mit betroffene Organe eine sinnvolle Ergänzung.



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