Antioxidative Kapazität

Reicht Ihr Schutzpotential gegen oxidativen Stress?

Kennen Sie Ihr Risiko?

Klinische Bedeutung:

Die häufigsten Todesursachen in Europa sind Herz-Kreislauf-Gefäß- und Tumorerkrankungen. Eine Ursache für beide Erkrankungen stellen freie Radikale und hochreaktive Sauerstoffverbindungen dar. Weiterhin fördern sie den Alterungsprozess. Zur antioxidativen Kapazität tragen sowohl Vitamin E, Vitamin C, Co-Enzym Q 10 und Glutathion bei. Wichtigstes Antioxidans des Körpers ist das Q 10 (Ubichinon). Im ansteigenden Alter, sowie unter Sonnenbestrahlung nimmt der gehalt an Coenzym Q 10 um bis zu 50 % ab. Ubichinone haben eine hohe Anzahl von Doppelbindungen und damit ein deutlich höheres Reduktionspotential als Vitamin C oder Vitamin E. Sie werden demnach bei einem radikalischen Angriff zuerst verbraucht und stellen somit einen Schutz für besonders empfindliche Systeme dar. Q 10 reagiert sehr schnell und sensibel auf freie Radikale, auch wenn andere Schutzsysteme wie z. B. Vitamin E sich noch inert verhalten. Auch den oxidativen Stress kann man im Blut messen.

 

Diagnostik:

Antioxidative Kapazität und oxidativer Stress. Dabei handelt es sich um Screeningverfahren zur Risikoabschätzung.

Bei Vorliegen eines Ungleichgewichts sollte die Bestimmung von Vitamin C, VitaminE, Coenzym Q 10 und Glutathion erfolgen.

 

Indikation:

Überwachung der antioxidativen Kapazität

Kardiovaskuläre Erkrankungen

Karzinogenese

Alterungsprozesse

 

Material:

 

Screening:

Serum

Kompletter antioxidativer Status:

Serum und EDTA-Blut

 

Durchführung:

Für das Screening ist keine besondere Probenvorbereitung erforderlich.

Für die Bestimmung von Q10 und Glutathion ist frisches EDTA-Blut erforderlich.

 

Bewertung:

Bei erniedrigter antioxidativer Kapazität bzw. erhöhtem oxidativem Stress, gezielte Substitution von Antioxidantien.

 

 

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Antioxidative Kapazität 

 

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Dr. med. Josef van Helden

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