Anti-Spermatozoen-Ak Bestimmung

 

Klinische Bedeutung: 

Etwa 15 % aller Paare mit Kinderwunsch leiden unter einer Fertilitätsstörung. Bei ca. 19 % der betroffenen Personen wird eine immunologische Infertilität, bei mindestens einem Partner vermutet. 

Autoantikörper beim Mann und Isoantikörper bei der frau gegen Oberflächenantigene von Spermatozoen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Diese können sich bilden, wenn Spermien infolge von Traumata oder entzündlichen Prozessen in die Blutbahn gelangen. Spermatozoen-Antikörper zirkulieren nicht nur im Plasma, sondern lassen sich auch lokal in der Samenflüssigkeit des Mannes oder auf den Schleimhäuten des Genitaltraktes, im Zervikalschleim und in der Follikelflüssigkeit bei der Frau nachweisen. Die biologischen Effekte der Spermatozoen-Antikörper erstrecken sich von der Agglutination und Immobilisation der Spermien in der Scheide über die Hemmung der Penetration derSpermien durch den Zervikalschleim bis hin zur Hemmung der Akrosom-Reaktion und der Interaktion zwischen Spermium und Eizelle.

 

 

Diagnostik: 

Die klassischen Methoden zum Nachweis von Spermatozoen beruhen auf dem Nachweis verschiedener biologischer Wirkungen von Spermatozoen-Antikörpern wie der Agglutination, der Immobilisation oder der Hemmung der Penetration durch den Zervikalschleim. Die Nachteile dieser Testsysteme bestehen in der subjektiven Auswertung und der fehlenden Quantifizierung der Ergebnisse. 

Neuere Methoden wie der quantitative Enzymimmunoassay sind spezifischer. Ein Nachweis ist möglich sowohl im Spermaplasma als auch im Serum.

 

Indikation:

-Überwachung der antioxidativen Kapazität

-Kardiovaskuläre Erkrankungen

-Karzinogenese

-Alterungsprozesse

 

Material: 

200 µl Serum / Spermaplasma

 

Normbereich: 

< 150 mU/dl